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Stand:  14.12.2017
Inhalt:   11.742 Urteile

Schadensberechnung

Hat die steuerliche Beratung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts nach dem Inhalt des Vertrages auch die Interessen der Gesellschafter zum Gegenstand, ist der Schaden unter Einbeziehung der Vermögenslagen der Gesellschafter zu berechnen.
BGH - 08.09.2016 - IX ZR 255/13

Hat der steuerliche Berater nach dem Inhalt des Vertrages die Interessen mehrerer von seinem Mandanten beherrschter Gesellschaften zu beachten, ist im Falle der Pflichtverletzung die Schadensberechnung unter Einbeziehung der Vermögenslage dieser Unternehmen vorzunehmen.
BGH - 18.02.2016 - IX ZR 191/13

Hat der steuerliche Berater nach dem Inhalt des Vertrages die Interessen mehrerer von seinem Mandanten beherrschter Gesellschaften zu beachten, ist im Falle der Pflichtverletzung die Schadensberechnung unter Einbeziehung der Vermögenslage dieser Unternehmen vorzunehmen.
BGH - 18.02.2016 - IX ZR 191/13

Hat die steuerliche Beratung nach dem Inhalt des Vertrages die Interessen mehrerer verbundener Unternehmen zum Gegenstand, ist im Falle der Pflichtverletzung die Schadensberechnung unter Einbeziehung der Vermögenslage dieser Unternehmen vorzunehmen.
BGH - 10.12.2015 - IX ZR 56/15

In Fällen der Inanspruchnahme eines Steuerberaters auf Schadensersatzes wegen eines sog. "atypischen Kalkulationsschadens" obliegt dem Mandanten die Offenlegung einer konkreten betriebswirtschaftlichen Kalkulation, die die tatsächlichen Anschaffungen bzw. tatsächlich getätigten Ausgaben berücksichtigt.
OLG Koblenz - 11.09.2013 - 2 U 844/12

Lässt sich ohne weitere Tatsachenaufklärung nicht feststellen, ob dem Kläger ein von ihm ausschließlich konkret nach dem entgangenen Rohertrag berechneter Schaden entstanden ist, kann die für den Erlass eines Zwischenurteils über den Grund erforderliche Wahrscheinlichkeit, dass der geltend gemachte Schadensersatzanspruch in irgendeiner Höhe besteht, nicht damit begründet werden, dass der Kläger den Schaden auch abstrakt berechnen könnte.
BGH - 08.12.2011 - VII ZR 12/09

Ein vor der Mängelbeseitigung geltend gemachter Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung wegen der Mängel an einem Bauwerk umfaßt nicht die auf die voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten entfallene Umsatzsteuer.
BGH - 22.07.2010 - VII ZR 176/09

Eine Anrechnung von Steuervorteilen, die sich aus einer Kapitalanlage ergeben, kommt im Schadensersatzprozeß des Anlegers grundsätzlich nicht in Betracht, wenn auch die Schadensersatzleistung der Besteuerung unterliegt.
BGH - 15.07.2010 - III ZR 336/08

Sind in der Sphäre des Anwalts bei vorzeitiger Beendigung des Pachtvertrages fällig werdende Ansprüche des Pächters verjährt, hat er dem Mandanten Schadensersatz u.a. in Höhe des Werts der bei Beendigung nach den Regeln einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung noch nicht getrennten Früchte (Halmtaxe) zu leisten.
OLG Celle - 29.06.2010 - 3 W 54/10

Hat ein Rechtsanwalt dem Mandanten pflichtwidrig zum Abschluß eines Vergleichs geraten, der zu einem Verlust von Versorgungsausgleichsansprüchen geführt hat, kann der Mandant lediglich die Feststellung begehren, vom Zeitpunkt der Rentenberechtigung an so gestellt zu werden, als sei dieser Betrag auf sein Versicherungskonto eingezahlt worden, wenn eine die Rente erhöhende Zahlung an den Rentenversicherungsträger nach dem Sozialversicherungsrecht nicht zulässig ist.
BGH - 11.03.2010 - IX ZR 104/08

Empfiehlt der Rechtsberater einem Gesellschafter zur Durchführung einer Kapitalerhöhung bei einer GmbH den verbotenen Weg einer verdeckten Sacheinlage, bemißt sich der Schadensersatzanspruch des Gesellschafters, falls die von ihm und der Gesellschaft im Zuge des verdeckten Geschäfts erbrachten Zahlungen bereicherungsrechtlich zu saldieren sind, nach der Höhe der von ihm noch zu erbringenden Bareinlage zuzüglich eines Wertverlusts an den von ihm verdeckt eingebrachten Sachwert.
BGH - 19.05.2009 - IX ZR 43/08

Der Schadensersatzanspruch des Arbeitnehmers gegen seinen Rechtsberater, durch dessen Verschulden ein Kündigungsschutzprozeß verloren gegangen ist, ist nicht entsprechend dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) auf eine Abfindung beschränkt.
OLG Düsseldorf - 18.03.2008 - I-24 U 149/05

Ein Mandant, der infolge eines pflichtwidrigen Verhaltens seines Rechtsanwalts eine Forderung verliert, erleidet einen Schaden im Rechtssinne nur, wenn er bei sachgerechtem Vorgehen des Rechtsanwalts Leistungen erhalten hätte. Trifft dies nicht zu, ist die verlorene Forderung wertlos. In einem solchen Fall kommt die Verurteilung des Anwalts auf Zahlung von Schadensersatz nicht in Betracht.
BGH - 01.03.2007 - IX ZR 261/03

Nach der Risiko-Schaden-Formel liegt ein Schaden dann vor, wenn über eine bloße Vermögensgefährdung hinaus eine objektive Verschlechterung der Vermögenslage des Betroffenen eingetreten ist.
OLG Hamm - 02.03.2006 - 28 U 135/05

Nach der Risiko-Schaden-Formel des Bundesgerichtshofs (BGH) ist für den Beurteilung eines Schadens der Zeitpunkt maßgeblich, zu dem sich die Vermögenslage des Mandanten durch die anwaltliche Fehlleistung objektiv verschlechtert hat. Auch die Höhe des Schadens und seine Endgültigkeit müßen noch nicht feststehen
BGH - 20.10.2005 - IX ZR 147/02

Der Rechtsberater, der seinem Auftraggeber wegen positiver Vertragsverletzung zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat diesen durch die Schadensersatzleistung so zu stellen, wie er bei pflichtgemäßem Verhalten des Rechtsberaters stünde. Danach muß die tatsächliche Vermögenslage derjenigen gegenüber gestellt werden, die sich ohne Fehler des Rechtsberaters ergeben hätte. Das erfordert einen Gesamtvermögensvergleich, der alle von dem haftungbegründenden Ereignis betroffenen finanziellen Positionen umfaßt.
BGH - 20.01.2005 - IX ZR 416/00

Hätte ein steuerlich beratener Arbeitgeber durch zutreffende Beratung seines Steuerberater die nachträgliche Zahlung von Sozialbeiträgen vermeiden können, ist die Höhe der nachträglichen Beträge der entstandene Schaden des Mandanten.
OLG Köln - 22.04.2004 - 8 U 77/03

Der Schaden aus Schlechterfüllung eines Anwaltsvertrages deckt sich nicht mit dem Erfüllungsschaden.Der Mandant muß eine Differenzberechnung zwischen zwei Vermögenslagen durchführen, aus der sich ergibt, wie seine Situation bei fehlerfreier anwaltlicher Arbeit gewesen wäre und ob das jetzige Ergebnis ungünstiger ist.
LG Hildesheim - 15.07.1999 - 1 S 63/99

Führen verspätete Steuererklärungen des Steuerberaters zu Schätzungsbescheiden, liegt der Schaden in der Differenz des geschätzten Steuerbetrages und des Betrages, der bei rechtzeitiger Erklärung entstanden wäre.
OLG Köln - 17.12.1996 - 3 U 96/96

Der Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter steuerlicher Beratung setzt voraus, dass der hierdurch entstandene Schaden konkret dargelegt und bewiesen wird. Die gesamte Vermögenslage ist zu berücksichtigen, nicht nur die steuerliche Abschreibungsmöglichkeit.
KG - 01.06.1990 - 7 U 8026/89


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