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Stand:  09.11.2017
Inhalt:   11.686 Urteile

Detektivkosten

Kosten eines vor dem Rechtstreits von einer Partei eingeholten Privatgutachtens sind ausnahmsweise zu erstatten, wenn ein solches Gutachten gerade mit Rücksicht auf den konkreten Prozess in Auftrag gegeben wurde (Prozessbezogenheit); dabei wird grundsätzlich ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen Gutachten und Rechtsstreit zu verlangen sein.Dasselbe gilt grundsätzlich auch für Detektivkosten, die eine Partei veranlasst, um zeitnah und prozessbezogen einem Verdacht der Unfallmanipulation nachzugehen.
OLG Bremen - 08.09.2015 - 2 W 82/15

Detektivkosten, die einer Partei zur Beschaffung von Beweismitteln entstehen, können zu den erstattungsfähigen Kosten im Sinne des § 91 Abs. 1 Satz 1 ZPO gehören. Das ist allerdings nur der Fall, wenn das Beweismittel im Rechtsstreit verwertet werden darf. Daran fehlt es, soweit die Kosten auf Erstellung eines umfassenden personenbezogenen Bewegungsprofils mittels eines Global Positioning System [GPS] - Geräts beruhen, eine punktuelle persönliche Beobachtung aber ausgereicht hätte.
BGH - 15.05.2013 - XII ZB 107/08

Die Erstattungfähigkeit von Detekteikosten kommt in Betracht, wenn der konkrete Verdacht besteht, daß der Geschädigte u.a. die vom Detektiv getroffenen Feststellungen nicht mit eigenen Mitteln beibringen kann. Der Umfang der Erstattungspflicht bestimmt sich danach, was ein vernünftiger, wirtschaftlich denkender Mensch nach den Umständen des Falles für erforderlich halten durfte.
OLG Karlsruhe - 23.09.2009 - 6 U 52/09

Die Erstattungsfähigkeit von Detektivkosten ist nicht dadurch in Frage gestellt, dass sie objektiv aus Rechtsgründen überflüssig waren. Maßgeblich ist allein, ob der Beklage die Einschaltung eines Detektivs zum Zeitpunkt der Auftragserteilung für erforderlich halten durfte.
OLG Koblenz - 02.01.2007 - 14 W 785/06

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