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Stand:  23.06.2017
Inhalt:   11.576 Urteile

Sachverständigenbeweis

Ein Rechtsanwalt im Zivilprozess verhält sich im Allgemeinen gegenüber seinem Auftraggeber pflichtgemäß, wenn er bei einer dem Sachverständigenbeweis zugänglichen Behauptung seiner Partei einen den gesetzlichen Anforderungen des § 403 ZPO genügenden Beweisantrag stellt. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung, den Weg mitzuteilen, auf dem der Sachverständige zu dem behaupteten Ergebnis kommen soll oder aus welchem Fachgebiet der Sachverständige bestimmt werden soll, besteht für den Rechtsanwalt grundsätzlich nicht.
OLG Saarbrücken - 14.08.2014 - 4 U 146/13

Hat das Gericht erster Instanz dem Antrag einer Partei auf Ladung des Sachverständigen zur Erläuterung seines Gutachtens in mündlicher Verhandlung zu Unrecht nicht entsprochen, muss das Berufungsgericht dem im zweiten Rechtszug wiederholten Antrag stattgeben. Anderenfalls verletzt es den Anspruch der Partei auf rechtliches Gehör.
BGH - 30.10.2013 - IV ZR 307/12

Das Gericht ist im Arzthaftungsprozeß nicht an die vom Patienten vorgebrachten Gründe für eine vermutete Fehlerhaftigkeit des ärztlichen Handelns gebunden, sondern darf den Sachverständigen darüber hinaus mit der Prüfung beauftragen, ob sonstige für den behaupteten Schaden ursächliche Behandlungsfehler zu erkennen sind.
OLG Oldenburg - 25.02.2008 - 5 W 10/08

Ob ein gerichtliches Sachverständigengurachten zu leisten vermag, was sich der Beweisführer davon verspricht, darf vom Gericht nicht im Wege der Beweisantizipation vorweggenommen werden.
OLG Brandenburg - 22.11.2006 - 3 U 74/06

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