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Stand:  17.07.2017
Inhalt:   11.583 Urteile

Scheidung

Hat ein Rechtsanwalt in einem Scheidungsverbundverfahren bezifferte Ansprüche seines Mandanten auf Hausratsteilung geltend gemacht, kann er sich in einem später gegen ihn geführten Regereßprozeß nicht darauf beschränken, den Wert der Gegenstände unsubstantiiert zu bestreiten.
BGH - 11.03.2010 - IX ZR 104/08

Im Unterhaltsverfahren ist der beauftragte Rechtsanwalt verpflichtet, die unterhaltsberechtigte Partei darauf hinzuweisen, daß auch während der Trennungszeit Altersvorsorgeunterhalt beansprucht werde kann und diesen gerichtlich geltend zu machen.
OLG Düsseldorf - 09.06.2009 - I-24 U 133/08

In einem Scheidungsmandat müssen anwaltliche Fehler bei der Formulierung einer Scheidungsfolgenvereinbarung nicht die Ursache für einen Schaden des Mandanten sein, wenn auch ein Notar über über die Bedeutung und Rechweite der Vereinbarung belehrt hat.
OLG Düsseldorf - 18.10.2005 - I-24 U 24/05

Wird im Ehescheidungsverfahren ein Abfindungsvergleich geschlossen und soll der Vergleichsbetrag dem Lebensunterhalt einer Partei dienen, ist es dem Rechtanwalt der Partei verwehrt den erhaltenen Betrag mit seinen Honoraransprüchen zu verrechnen und nicht in voller Höhe an seinen Mandanten auszukehren.
OLG Düsseldorf - 28.07.2005 - I-24 U 45/05

Die gleichzeitige Beantragung von nachehelichem Unterhalt und Abweisung des Scheidungsantrags ist fehlerhaft.
AG Hamburg - 26.01.2005 - 7c C 12/04

Es stellt eine Verletzung anwaltlicher Sorgfaltspflichten dar, wenn ein Rechtsanwalt seinem Mandanten im Scheidungsverbundverfahren nicht darüber aufklärt, dass eine vom Arbeitgeber gezahlte Abfindung nicht nur beim Unterhalt, sondern auch beim Zugewinn zu berücksichtigen ist.
OLG Köln - 13.12.1996 - 19 U 114/96

Begehrt eine Partei von ihrem Anwalt Schadensersatz mit der Begründung, dieser habe einen nachteiligen Scheidungsfolgenvergleich abgeschlossen, sie selbst sei zwar anwesend, jedoch geschäftsunfähig gewesen, so fehlt es an einer schlüssigen Darlegung des Schadens, solange der Mandant nicht darlegen kann, dass sie die Unwirksamkeit des Vergleichs durch Fortsetzung des alten Verfahrens geltend gemacht hat.
OLG Köln - 26.08.1996 - 19 U 219/95

Auch wenn ein Scheidungsmandant gegebenenfalls den Scheidungsantrag zurücknehmen möchte, bietet sich wegen der Kostenfolgen für den Anwalt keine sofortige Rücknahme an.
OLG Hamm - 04.11.1992 - 33 U 78/92

Lebt eine unterhaltsberechtigte geschiedene Ehefrau bereits länger mit einem neuen Partner zusammen, begeht der Anwalt des geschiedenen unterhaltsverpflichteten Ehemanns keine Pflichtverletzung, wenn er dazu rät, ein bis zwei Jahre bis zur Geltendmachung des Unterhaltswegfalls abzuwarten.
OLG Koblenz - 19.01.1989 - 5 U 824/88

Siehe auch: Ehescheidung


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