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Stand:  27.03.2017
Inhalt:   11.492 Urteile

Parteiverrat

Ein Rechtsanwalt als Mitglied einer Sozietät verstößt nicht gegen die in § 43 a BRAO geregelte Verschwiegenheitspflicht bzw. das in § 356 StGB geregelte Verbot des Parteienverrats, wenn er in einer Sache gegen einen Dritten vorgeht, der zuvor von einem Rechtsanwalt vertreten wurde, welcher kurzzeitig auch Mitglied der Sozietät war, in dieser Zeit das Mandat allerdings ausschließlich ohne Einbeziehung der weiteren Sozien bearbeitet hat und den Mandaten nach seinem Ausscheiden aus der Sozietät in neuer Sozietät weiter betreute. Der Vertrauensschutz gilt dabei maßgeblich im Verhältnis zwischen Mandant und dem tatsächlich nach dem Willen der Beteiligten in das Vertrauensverhältnis einbezogenen Anwalt.
OLG Düsseldorf - 31.01.2012 - 24 U 216/10

Nach anwaltlichem Standesrecht darf ein Rechtsanwalt nur dann nicht tätig werden, wenn er die andere Partei in derselben Rechtssache im widerstreitenden Interesse bereits beraten und vertreten hat oder er mit der Sache in sonstiger Weise beruflich vorbefaßt war.
BGH - 11.01.2007 - IX ZR 55/03

Ein Rechtsanwalt begeht Parteiverrat, wenn er nach einem Verkehrsunfall sowohl den Halter bzw. Fahrer des PKW wie auch das Unfallopfer anwaltlich vertritt.
Bayerisches OLG - 29.09.1994 - 5 St RR 60/94

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