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Stand:  18.04.2017
Inhalt:   11.499 Urteile

Sekundäranspruch

Hatte ein Rechtsanwalt nach Mandatsbeendigung Grund zu erkennen, dass die Mandantin von ihm unter Umständen nicht hinreichend vor dem drohenden Verfall von Schadensersatzansprüchen gegen die Anspruchsgegner gewarnt worden war, so hatte der Rechtsanwalt trotz noch laufender Primärverjährung keine Veranlassung, die Mandantin über die Möglichkeit ihrer Haftung und die hierfür geltende Primärverjährung aufzuklären. Der verjährungsrechtliche Sekundäranspruch ist nur entstanden, wenn der Rechtsanwalt bis zur Beendigung des Mandates einen zu der ersten Pflichtverletzung hinzukommenden Anlass hatte, die Mandantin auf seine Haftung aufmerksam zu machen.
BGH - 10.05.2012 - IX ZR 221/09

Der Sekundäranspruch entsteht nur, wenn eine weitere Pflichtwidrigkeit zu einer Zeit begangen wird, zu der der Regressanspruch noch durchgesetzt werden kann, also insbesondere noch nicht verjährt ist.
BGH - 23.02.2012 - IX ZR 122/11

Der Sekundäranspruch verjährtdrei Jahre nach der Verjährung des Primäranspruchs, wenn in diesem Zeitpunkt das Mandat noch fortbesteht.
BGH - 23.05.1985 - IX ZR 102/84

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