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Stand:  18.04.2017
Inhalt:   11.499 Urteile

Schadensminderung

Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat ein Rechtsanwalt, dem ein Fehler unterlaufen ist, aus dem seinem Auftraggeber ein Schaden droht, zusätzliche honorarfreie Leistungen zu erbringen, sofern sich der Schadenseintritt nur noch auf diese Weise verhindern lässt.
BGH - 12.05.2011 - IX ZR 11/10

Der durch eine steuerliche Fehlberatung geschädigte Mandant ist nicht gehalten, den entstandenen Steuerschaden durch ein teures, mit neuen Risiken ausgestattetes Kompensationsgeschäft auszugleichen.
BGH - 17.03.2011 - IX ZR 162/08

Hat der Auftraggeber durch eigenes Verhalten einer Steuertatbestand herbeigeführt, so kann er die ihm daraus erwachsenen Nachteile nicht allein seinem steuerlichen Berater aufgrund der vertraglichen Beziehungen überbürden; dieser haftet vielmehr erst dann, wenn er das selbstschädigende Verhalten seines Mandanten hätte erkennen und verhindern können. In diesem Fall muß er auf die steuerlichen Risiken hinweisen und Vorschläge unterbreiten, wie Abhilfe geschaffen werden kann.
AG Moers - 03.02.2011 - 563 C 385/08

Auch nach einer Mandatskündigung trifft den Steuerberater eine Pflicht zur Schadensminderung.
OLG Köln - 14.06.2007 - 8 U 60/06

Ist ein Prozeß in erster Instanz aufgrund des unzureichenden Vortrags des Prozeßbevollmächtigten verloren worden, kann der Mandant die Berufungseinlegung davon abhängig machen, daß der Rechtsanwalt ihn von den Kosten der zweiten Instanz freistellt, falls die Berufung daran scheitert, daß der ergänzende Vortrag, der in der ersten Instanz gefehlt hat, wegen Verspätung zurückgewiesen wird. Verweigert der Anwalt die Kostenübernahme, scheidet ein Mitverschulden des Mandanten aus, wenn er das Rechtsmittelverfahren nicht mehr durchführt, sondern gleich Schadensersatzansprüche geltend macht.
BGH - 06.10.2005 - IX ZR 111/02

Ein Steuerberater ist nach der Erteilung einer falschen oder unvollständigen Auskunft verpflichtet, einen hierdurch drohenden Schaden nach Möglichkeit abzuwenden oder in seinem Ausmaß zu mildern.
BGH - 06.02.2003 - IX ZR 77/02

Ist ein Notarvertrag fehlerhaft, hat der Notar den Vertrag unentgeltlich zu überarbeiten, um zukünftige Schäden zu verhindern. Hat der Auftraggeber des Notars diesen jedoch nicht zur Nachbesserung aufgefordert und stattdesen einen anderen Notar mit der Überarbeitung der fehlerhaften Urkunde beauftragt, können dessen Kosten nicht als Schadensersatz gegenüber dem ersten Notar geltend gemacht werden.
BGH - 17.01.2002 - IX ZR 434/00

Haftet ein Rechtsanwalt dem Mandanten für den durch Verlust eines Prozesses entstandenen Schaden, besteht jedoch berechtigte Aussicht diesen durch die Führung eines weiteren Rechtsstreits zu beseitigen oder zu vermindern, muss der Rechtsanwalt, sofern er den Mandanten nicht anderweitig schadlos stellt, diesen Prozeß auf eigene Kosten führen.
BGH - 21.09.2000 - IX ZR 439/99

Drohen dem Mandanten durch einen Anwaltsfehler Nachteile, kann der Anwalt zur Schadensabwehr verpflichtet sein, weitere Leistungen honorarfrei zu erbringen.
BGH - 10.02.1994 - IX ZR 109/93


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